Bildungspflicht 50 Bildungspflicht

Ausgangslage und Zielsetzung

Mädchen hält Stift und schreibtStudien wie PISA zeigen, dass ein großer Anteil der Schülerinnen und Schüler, die die Schulpflicht erfüllt haben, zentrale Fertigkeiten wie Lesen nicht in dem Ausmaß erworben haben, um im Berufsalltag grundlegende Anforderungen erfüllen zu können. In diesem Kontext wird von „Bildungsarmut“ gesprochen. Unbestritten ist, dass für die von Bildungsarmut Betroffenen die Erwerbschancen und die Möglichkeiten der sozialen Teilhabe sinken, während das Risiko, gesundheitlich beeinträchtigt zu sein oder ein sozial nicht verträgliches Verhalten zu entwickeln, steigt.

Die Bildungspflicht verfolgt das Ziel, Bildungsarmut zu bekämpfen und die Schülerinnen und Schüler beim Aufbau jener Kompetenzen, die für eine selbstbestimmte und erfolgreiche Lebensgestaltung notwendig sind, bestmöglich zu unterstützen. Bereits im Rahmen der allgemeinen Schulpflicht wird ein besonderer Fokus darauf gelegt, dass alle Schülerinnen und Schüler nachhaltig grundlegende Kompetenzen in den Unterrichtsgegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik entwickeln. Lerndefizite werden dabei nicht ignoriert, sondern laufend durch gezielte Förderung adressiert und ausgeglichen.

Die Instrumente der Bildungspflicht

Im Unterschied zur Schulpflicht endet die Bildungspflicht für eine Schülerin bzw. einen Schüler nicht nach neun Schuljahren. Sie ist vielmehr dann erfüllt, wenn alle für einen weiteren (Aus-)Bildungs- und Berufsweg als grundlegend definierten Kompetenzen in den Bereichen Deutsch, Englisch und Mathematik erworben wurden.

Für Schülerinnen und Schüler die bis zum Ende der allgemeinen Schulpflicht die Ziele der Bildungspflicht nicht erreichen, werden zielgruppengerechte Förderangebote entwickelt, um Lerndefizite auszugleichen. Diese können längstens bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres in Anspruch genommen werden.

Zeitplan

Auf dieser Website werden Sie laufend über die Entwicklungsschritte zur Bildungspflicht informiert.

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